KO-Tropfen

eingeschickt am 23. Januar 1999

von Ingbert Bittel © all rights reserved

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...Da sprach uns so ein junger Mann noch in der direkten Nähe des Bahnhofs an, bot uns an von seinem Wein zu trinken und lud uns dann zum Essen und Trinken ein. Inzwischen weiß ich, dass Fremde, die in einer fremden Stadt auf einen zukommen, meistens Misstrauen verdienen. Er zeigte uns einen schönen Brunnen in Rom und spendierte uns dann einen Drink, in den er Schlafmittel oder KO-Tropfen mischte. Nachdem wir die getrunken hatten, bekamen wir nicht mehr viel mit. Ich weiß nur noch, dass wir am nächsten Tag im Park unter ein paar Bäumen in der Nähe eines Brunnens aufwachten und einfach nicht so richtig wach werden konnten, bis Ewald, mein Freund, mir dann sagte, dass sein Geld weg ist. Erst dann wurden wir langsam wach und wuschen uns im Brunnen. Am nächsten Tag im Cafe (er hatte uns glücklicherweise nur einen Teil unseres Geldes beraubt) erzählte mir Ewald, was er noch so alles wusste von diesem Abend und ich schrieb das Lied (s.u.) . Ewald sah den jungen Mann sogar noch auf dem Klo, wie er irgendwas in zwei kleine Flaschen mixte, aber als er wieder herauskam, hatte ich die meine schon getrunken und er trank seine.

 

Hurra, wir leben noch


(Melodie von : Horch, was kommt von draußen rein ...)

1. Auf nach Rom zur ew'gen Stadt, 
Abenteuer nimmer satt, 
||: Trampten wir - ach mit viel Wonn' - 
Und die Sonne wartet schon. :|| 

2. Mittags kamen wir dann an. 
Auch der Papst stand auf dem Plan, 
||: Als der Sandmann in der Nacht ... 
Oh was dann war da gib acht: :|| 

3. Statt der Mädchen kam ein Bub. 
Anfangs nett uns einilud. 
||: Gab uns Essen und viel Tank, 
Erntet dafür unsern Dank.. :|| 

4. Zum Ruh'n er führt uns in den Hain. 
Plötzlich schliefen wir dort ein. 
||: Tief und fest und ganz allein, 
Wie er wollte trat es ein.. :|| 

5. Mittagshitze uns erweckt, 
Gift uns noch im Blute steckt. 
||: Uns're Sachen sind verstreut, 
Hab und Gut hat der Dieb erbeut'.. :|| 

6. Schrecken steckt uns noch im Leib', 
Soll nun werden mit uns beid'. 
||: Ach was soll's in aller Welt 
Gott erschuf doch nicht das Geld:|| 
Ingbert Bittel mit Ewald Seißler in Rom (5. Juni 1984)

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